Bangkok. Die Regierung wird in Kürze eine Covid-19-App zur Kontaktverfolgung einführen, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

Ferner sollen regelmäßig Corona-Tests für sechs Risikogruppen organisiert werden, kündigte der Sprecher des Zentrums für die Covid-19 Situationsverwaltung (CCSA), Dr. Taweesin Visanuyothin, an. 

China, Südkorea und andere Länder haben bereits Kontaktverfolgungsanwendungen eingeführt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

China sei sehr erfolgreich gewesen, weil die Regierung eine App eingeführt habe, mit der Leute verfolgt werden können, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, sagte er.

„Wir beabsichtigen, die Leute zu überwachen, die Kontakt mit dem Virus hatten, und werden nur solche Patienten einer Behandlung zuführen“, sagte er. Mit dieser Aussage reagierte er auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre. 

Bei der Bekämpfung des Virus verfolge man jetzt einen neuen Ansatz, erklärte er. Anstatt Personen in Hochrisiko-Gebieten (Hot Zones) zu testen, wolle man dazu übergehen, sich auf Risikogruppen zu konzentrieren.

Zu diesen gehören medizinisches Personal, neu entdeckte Verdachtspersonen oder Personen in staatlicher Quarantäne, Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel, Paketzusteller, Migrantenarbeiter und Personen, die in Clubs, Bars oder anderen Unterhaltungsbetrieben arbeiten.

Am Sonntag gab es fünf neue Fälle. Insgesamt infizierten sich 3009 Personen mit Corona. 159 werden in Krankenhäusern behandelt, 56 sind verstorben. Alle übrigen sind genesen. Leonard Brix

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